20
Jan
Organmanager zwischen Leben und Tod – Gib mir dein Herz – Doku 2/2

Sie sind Dienstleister zwischen Tod und Leben: die Organspende-Koordinatoren der Deutschen Stiftung für Organtransplantation. Die Stiftung – kurz DSO – organisiert alle Schritte der Organspende. Noch immer gibt es in Deutschland viel zu wenige Organspenden, entsprechend lang sind die Warteliste für eine Organtransplantation. 70 Koordinatoren der DSO sind bundesweit im Einsatz, und sie meistern einen Spagat. Voraussetzung für eine Spende ist die Zustimmung zur Organentnahme. Doch wer hat schon ein Organspende-Ausweis? So widmen sich die Koordinatoren denen, die einen Verlust betrauern, werden fast zu seelsorgerischen Begleitern und müssen gleichzeitig eine Maschinerie ins Laufen bringen, an deren Ende eine Organverpflanzung stehen kann. Ihre Arbeit ist wichtig: Denn ungefähr 12.000 Menschen warten derzeit auf eine Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, eine Lunge oder ein Herz. Pro Jahr sterben laut der DSO in Deutschland rund 1.000 Patienten, weil sich kein Spender findet, das sind im Schnitt drei unnötige Todesfälle pro Tag. Hinzu kommt, dass von den Kliniken nur etwa die Hälfte der möglichen Organspender gemeldet wird. In Deutschland werden etwa 4.500 Organspenden jährlich durchgeführt, davon rund 4.000 Todspenden, und ca. 500 Lebendspenden, wie z. B. Niere oder Teilleber. Laut dem 1997 in Kraft getretenen Transplantationsgesetz gilt in Deutschland die erweiterte Zustimmungslösung, dh für eine Organentnahme ist die Zustimmung des Spenders oder des nächsten Angehörigen (im …
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